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Antiscam – der Kampf gegen internationale Betrüger

Das Spiel mit dem Herzen und der Liebe endet, nicht erst seit es Partnerbörsen im Internet gibt, nicht selten in großer Betrübtheit und großen finanziellen Belastungen. Ganze Existenzen und Familien können damit belastet und ruiniert werden. Antiscam stemmt sich gegen diese Betrüger – und hat Erfolg. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis von engagierter und ehrenamtlicher Arbeit, die durch betroffene und interessierte Menschen geleistet wird. Im deutschsprachigen Raum ist das Anti-Scam-Forum führend in der Bekämpfung und beratende Hilfestellung von betroffenen Menschen, die unliebsame Erfahrungen mit Betrüger gemacht haben, oder sich vorher dagegen schützen wollen.

Um einen Blick in das Forum zu werfen, bitte auf den folgenden Link klicken: http://anti-scam.de


Frage: Was ist Scam?

In meiner Verständniswelt ist Scam eine Art von Betrug. Derjenige, der betrügt, wird Scammer genannt. Der Betrug dreht sich in fast allen Fällen um Geld. Warum auch sonst sollte man sonst betrügen. Es gibt viele Facetten des Scams. Ich habe Scam kennengelernt in Verbindung mit dem Wunsch über das Internet einen Partner zu finden – weltweit.

Ich habe meine Frau auch über das Internet kennengelernt – kann heute sagen, dass ich sehr, sehr viel Glück gehabt habe. Seinerzeit wusste ich nichts von Scam, kannte noch nicht mehr das Wort, hätte aber auch leicht ein Opfer werden können, da eine gewisse Naivität bei jedem Partnersuchenden vorherrschen kann.

Frage: Was ist Anti-Scam?

Anti bedeutet mit meinen Worten ausgedrückt “gegen”. Somit ist Anti-Scam der Gegenpol zu Scam. Man kann aktiv dem Scamversuch eines anderen Menschen versuchen zu erkennen, indem man einfach einige Regeln beachtet und sich ein paar Kenntnisse aneignet. Dann ich es nicht mehr weit, um sich etwas mehr als nur rosarote und tiefjauchzende Gedanken über den möglichen neuen Partner zu machen, wenn wir mal bei dem Beispiel der Internetpartnersuche bleiben.

Es gibt sehr viele Opfer von Scam. Menschen, die sich voller Hoffnung auf die Suche nach einem Partner gemacht haben und bitter enttäuscht worden sind. Auch hier gibt es einen reichhaltigen Blumenstrauß an Möglichkeiten. Beim Studium der Beiträge im oben genannten Forum werden einem die Haare zu Berge stehen. Man ist sofort geneigt zu sagen: Oh nein, dass würde mir nie passieren.

Eine Behauptung, die nicht stimmt, denn “Liebe macht blind”!

Frage: Wer sind die Scammer?

Scammer gibt es überall, besonders ausgeprägt ist das Scammen aber in Russland und der Ukraine sowie in den westafrikanischen Staaten (Ghana, Nigeria, Elfenbeinküste). Dort werden sogar schon Kinder angelernt wie es mit dem Scammen geht. Wer sich noch an die Nigeria-Connection der 60-ziger und 70-ziger Jahre erinnern kann, der hat hier einen möglichen Ursprung des heutigen Internetbetruges im Visier. Bei der Recherche nach Scam trifft man oft auf die Zahl 419. Mit dieser Zahl ist ein Paragraph eines nigerianischen Gesetzes gemeint, welcher sich mit dieser Art des Betruges befasst.

Scam wird von Einzelpersonen, aber auch von organisierten Banden betrieben. Besonders in Russland und der Ukraine sind die Scammer in mafia-ähnlichen Organisationen tätig, die jeden Tag mehrere Zehntausend Euro einnehmen. Die Banden arbeiten beim Diamantenscam auch mit Prostituierten zusammen, die das Opfer einlullen, um es dann auszunehmen. Welche Arten von Scam es gibt, wird weiter unten beschrieben.

Jedenfalls ist das Scammen keiner bestimmten Rasse von Menschen zuzuordnen, es findet überall statt, von beiden Geschlechtern ausgeübt.

Frage: Welche Regeln sollte ich beachten?

Um nicht doch ein Opfer von Scammern zu werden, sollte immer ein gewisses Maß an Skepsis und Mißtrauen dem fremden Menschen gegenüber aufgebracht werden. Oftmals stecken hinter gut aufgemachten Internetprofilen von Datingseiten nicht die Personen, die auf den Bildern zu sehen sind. Oftmals werden Bilder von Modellen, prominenten Leuten oder unbekannten Menschen genutzt. Inseriert vermeintlich eine hübsche Frau, kann ein hässlicher Mann dahinterstecken.

Dieses vorausgeschickt: Niemals Geld an eine unbekannte Person zahlen.

Die Scammer wollen Dein Bestens, nämlich Dein Geld. Um an dieses ranzukommen werden oft haarsträubende und mitleiderregende Geschichten aufgetischt. Und nur allzu leicht zahlt man kleine Beträge, damit die Reise zu Dir bezahlt werden kann oder die erkrankte Mutter vom Krankenhausarzt auch wirklich behandelt wird.

Lasse Dir immer eine Kopie vom Reisepass oder der nationalen ID-Karte geben und auf Echtheit prüfen. Im Anti-Scam-Forum werkeln Leute, die jeden gefälschten Reisepass auseinandernehmen und die Schwachstellen erkennen. Es gibt unterschiedliche Qualitäten von Fälschungen. Bei einigen ist der Betrug offensichtlich, bei anderen nur sehr schwer zu erkennen.

Stelle immer viele Fragen an die Person und prüfe, ob es Widersprüche in den Antworten gibt. Oftmals, wenn es sich um einen Scammer handelt, werden Geschichten durcheinander geworfen. Oder man wird plötzlich mit einem anderen Namen angesprochen oder die Person selber nennt sich anders. Habe immer ein Auge auf das, was Dir die andere Person schreibt.

Frage: Kann ich selber einen Betrugsversuch erkennen?

Ja und nein, die Antwort ist nicht leicht zu geben. Wenn aus dem offensichtlichen Dingen nicht schon Widersprüche und Fehler auf einen Betrugsversuch hinweisen, dann muss man tiefer graben. Erste Anzeichen können aus etwaig zugesendeten Bildern und aus einer normalen eMail erkannt werden.

Wie oben schon vermerkt, benutzen Scammer oft Bilder von öffentlichen Menschen (Fashionmodelle, Film-/TV-Stars, Pornostars und -starlets usw.). Wird ein “Star” erkannt, kann man schon davon ausgehen, dass ein Betrugsversuch vorliegt. Denn man gaukelt dem anderen vor jemand zu sein, der man aber nicht ist. Es ist also eine Lüge. Viele der Leute, deren Bilder für Betrugsversuche genutzt werden, wissen davon überhaupt nichts und können auch kaum etwas dagegen tun. Das trifft nicht nur auf “prominente Leute” zu, sondern auch auf Menschen, deren Bilder aus Fotogalerien kopiert worden sind. Das Internet hat viele Vorteile für die Kommunikation, aber eben auch die daraus entstehenden Nachteile.

Die zugesandte eMail besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist der, den man sieht. Es gibt aber auch den meist versteckten Mailheader (Nachrichtenkopf). In diesem steht der Transportweg beschrieben und gibt fast immer Hinweise darüber, aus welchem Land die Mail abgeschickt wurde. Behauptet der vermeintliche Partner in den USA zu wohnen, die Mail kommt aber aus Ghana, dann ist das eigentlich schon der Beweis für Scam. Die Herkunft einer Mail kann man über die IP-Adresse ermitteln. Wie das geht steht weiter unter kurz beschrieben. Nähere Infos bitte im Forum recherchieren. Da haben Profis die Beschreibungen erstellt und sind einigermaßen leicht verständlich.

Frage: Welche Arten von Scam gibt es?

Da Scam für mich insgesamt Betrug bedeutet, gibt es in meinen Augen viele Arten von Scam. Aus einem puren Zufall heraus, den ich später erzählen werden, habe ich mit Bride-Scam zu tun bekommen. (engl. bride = Braut). Hierbei handelt es sich eben darum, dass jemand vorgibt einen Partner oder Partnerin zu suchen und über eine der unzähligen Datingseiten entsprechende Profile ins Internet stellt. Es gibt ja auch sehr viele Seiten, die ihre Dienste kostenlos anbieten. Aber egal, ob nun kostenlos oder zu bezahlen, Scammer sind über all.

Beim Bride-Scam wird man “um den Finger gewickelt”. Aus meiner subjektiven Sicht unterscheiden sich die Vorgehensweise von Land zu Land. Die östlichen Scammer sind eher zurückhaltend und strukturiert, die afrikanischen Scammer gehen sofort auf Tuchfühlung und offenbaren sich.

Da ich als Mann natürlich eher nach Frauen schaue, dürfte in der Natur der Sache liege. Wohlgemerkt, ich bin verheiratet und suche nicht, aber ich interessiere mich eben für Scammer und ihr Treiben.

Der Bride-Scam soll so gesehen eine Heirat, und meist den Zuzug ins Heimatland des vermeintlichen Opfers, bedeutet. Bis es soweit ist vergeht unter Umständen einiges an Zeit und es kann viel passieren. Aber irgendwann kommt das Geld zur Sprache. Auch hier gibt es viele Facetten, die im Anti-Scam-Forum nachzulesen sind.

Die andere Art, die ich zum Glück nur als Dritter und aus der Entfernung zu betrachten habe ist der Diamantscam. Bei dieser Masche wird das Opfer, meist (aber nicht immer) ist es ein Mann, das sich unsterblich in eine bildhübsche Frau von einer Datingseite verliebt hat, zurechtgebogen und “willig” gemacht. Sie haben telefoniert oder über Skype mit einander gesprochen. Die Person ist real und mit der Zeit wird ein Vertrauensverhältnis aufgebaut so wie man es ja eigentlich wollte. Dann steht das erste reale Treffen an. Die Dame hat kein Geld, kann also nicht nach Deutschland kommen. Reisekosten und Visumgebühren kann sie sich nicht leisten. Es folgt eine Einladung in die Heimat der Dame. Dort angekommen wird das Opfer wahrhaftig von der hübschen Dame empfangen. Später wird man auch intim, ja, das kann passieren und ist auch so gewollt. Man kommt sich näher und das Opfer weiß, dass er gerade die Frau seines an der Seite hat. Damit wird auch der Geldbeutel geöffnet und die Dame greift ungeniert rein. Und zwar unter Umständen ganz tief.

Bei der Dame wird es sich höchstwahrscheinlich um eine Prostituierte handeln, die eben so gesehen keine Hemmungen hat mit einem wildfremden Mann intimen Verkehr zu haben.

So, oder so ähnlich, kann man mit einfachen Worten und einem einfachen Beispiel diese Art des Scams beschreiben. Was alles passieren kann ist im Forum nachzulesen – da sträuben sich einem die Haare. Denn es gilt: Liebe macht blind und willenlos.

Frage: Ich bin ein Betrugsopfer oder habe einen schwerwiegenden Verdacht?

Ist man erstmal ein Opfer eines Scammers geworden, ruft man gleich nach der Polizei. Leider hat eine Anzeige hier in Deutschland kaum einen Sinn. Die Behörden tun nichts. Wenn man die Chance hat, dann muss man im Heimatland des Scammers vor die Behörden ziehen. Gibt es Erfolge? – Ja!

Wenn es noch nicht soweit gekommen ist, dass man Opfer geworden ist, dann gibt es Möglichkeiten heraus zu finden, ob die Person, mit der man virtuell angebandelt hat, real oder ein Betrüger ist. Hier bieten sich Recherchen auf den einschlägigen Internetseiten von Anti-Scammern an. Nicht nur in Deutschland gibt es Scamopfer, insbesondere der nordamerikanische Kontinent ist stark im Kampf gegen Scam vertreten. Die Linkliste wird einige interessante Internet-Seiten beinhalten, die aber alle in englischer Sprache sind. Für den deutschsprachigen Raum gibt es eben das Anti-Scam-Forum. Zögere also nicht und schaue einfach vorbei, registriere Dich und poste Deine verdächtigen Materialien. Solange kein Scam nachgewiesen ist, bleibt alles im internen geschlossenen Bereich, der nur Mitgliedern zugänglich ist. Wenn aber Scam nachgewiesen ist, dann wandert der Schund (Deine Identität ist immer anonymisiert) in den öffentlich Bereich und schützt somit alle anderen partnersuchenden Menschen.

Frage: Bekomme ich mein Geld zurück, wenn ich betrogen wurde?

Leider eher selten. Die deutschen Behörden tun nichts. Im Anti-Scam-Forum kannst Du von Erfolgen lesen, die nur dadurch entstehen konnten, weil ehrenamtliche hartnäckige Arbeit die Opfer nach Russland geführt hat (Niederländer, Deutsche, Schweizer), die ihr Geld (bis zu 45.000 Euro) zurückerhalten werden. Leider sind das nur Einzelfälle, aber jeder Erfolg zählt. Es gilt: Steter Tropfen höhlt den Stein!

Frage: Woher weiß ich aus welchem Land die Mail kommt?

Jede Mail hat so zu sagen zwei Teile. Der eine Teil ist sichtbar. Diesen können wir im Mailclient oder online beim Mailprovider im Posteingang lesen. Der zweite Teil ist zunächst unsichtbar und enthält den technischen Part des Mailversands. Dieser zweite Teil wird auch Header (also quasi Kopf) genannt.

Je nach dem wo man nun die Mail liest, gibt es unterschiedliche Wege den Header anzuzeigen. In meinen Mailclient (Linux – Thunderbird, Evolution und Claws Mail) reicht immer die Tastenkombination STRG+U. Liest man die Mail beim Provider (Yahoo oder Gmail usw.) muss man sich dort schlau machen.

Sobald man es geschafft hat den Header anzuzeigen wird es direkt konfus. Den Weg, den die Mail genommen hat, muss man nämlich von unten nach oben lesen. Das Auswerten des Header benötigt schon ein bisschen Wissen um die technischen Dinge, die hinter einem Mailversand stecken. Man kann auch sagen, dass der Header der Briefumschlag (envelope) ist, auf dem Empfänger- und Absenderadresse und sogar der Versandweg vermerkt ist.

In Internet gibt es einige Tools, die Mailheader analysieren können und die IP-Adresse des absendenden Landes anzeigen. Doch vorsichtig, denn die Header haben keine festgelegt Struktur und die Analyse-Tools können nicht immer helfen. Besonders dann nicht, wenn der Scammer alles daransetzt zu verbergen aus welchem Land die Mail abgegangen ist.

Hat man den Header analysieren lassen, dann kann man mit einem zweiten Tool die ermittelte IP-Adresse auf die Herkunft checken lassen. Die IP-Adressen sind relativ eindeutig einem Land bzw. einer Region zugeordnet.

Auch die Zeitzone, die im Mailheader erkennbar ist, lässt oftmals darauf schließen, woher die Mail kommt. Leider ist das nicht immer der Fall, da leider auch oft die Mailprovider die Zeit setzen. Wenn es z.B. Yahoo ist, dann ist die Zeitzone oft mit -7 angegeben. Das bedeutet minus 7 Stunden von der GMT-Zeit (Greenwich-Zeit). Deutschland hat zur Zeit (im Sommer) immer die Zeitzone +2.

Die Mailheaderanalyse ist in der Tat nicht einfach. Die Fachleute im Antiscam-Forum können aber fast jeden Header knacken, nur dann nicht, wenn Mailprovider die Herkunft nicht mitliefern. Das tun so einige Mailprovider leider (Yahoo, Google, Microsoft). Kommen Mails aus kleinen Mobilnetzen (z.B. Nokia, Blackberry), dann wird kann man auch nichts mehr wirklich erkennen. Also auch den Fachleuten sind irgendwann die Hände gebunden.

Hier sind nun drei Links zu Seiten, die Mailheader analysieren bzw. die IP-Adresse auswerten:

Das ist eine IP-Adresse aus dem westlichen Bereich von Afrika (hier: Ghana): 41.218.219.169

Die Analyse mit dem zweiten Tool bringt folgendes Ergebnis:

	General IP Information
	IP:	41.218.219.169
	Decimal:	702208937
	Hostname:	41-218-219-169-adsl-dyn.4u.com.gh
	ISP:	Ghana Telecom
	Organization:	Ghana Telecom
	Services:	None detected
	Type:	Broadband
	Assignment:	Dynamic IP
	Blacklist:	
	Geolocation Information
	Country:	Ghana gh flag
	State/Region:	Greater Accra
	City:	Accra
	Latitude:	5.55  (5° 33′ 0.00″ N)
	Longitude:	-0.2167  (0° 13′ 0.12″ W)

Wenn man Linuxuser ist, dann könnte die Analyse noch einfacher sein, denn in der Shell braucht man nur whois 41.218.219.169 eingeben und schon erhält man die gleichen Daten, und das auch noch sehr ausführlich:

	user@rechner:~$ whois 41.218.219.169
	% This is the AfriNIC Whois server.
	
	% Note: this output has been filtered.
	
	% Information related to '41.218.192.0 - 41.218.223.255'
	
	inetnum:        41.218.192.0 - 41.218.223.255
	netname:        Vodafone-Ghana
	descr:          Vodafone Ghana ADSL DYNAMIC ADDRESS EXPANDED POOL
	country:        GH
	admin-c:        MKN4-AFRINIC
	tech-c:         MKN4-AFRINIC
	tech-c:         JT4-AFRINIC
	status:         ASSIGNED PA
	mnt-by:         GHANATEL-MNT
	source:         AFRINIC # Filtered
	parent:         41.218.192.0 - 41.218.255.255
	
	person:         Michael Komla Nfodzo
	nic-hdl:        MKN4-AFRINIC
	address:        South Liberation Link, Plot No. 25
	address:        Manet Towers, Airport City
	address:        Accra
	address:        Ghana
	e-mail:         abuse.gh@vodafone.com
	phone:          +233 302 200200
	remarks:        data has been transferred from RIPE Whois Database 20050221
	mnt-by:         MNT-MKN4
	source:         AFRINIC # Filtered
	
	person:         Joana Thompson
	nic-hdl:        JT4-Afrinic
	address:        Ghana Telecommunications Company Limited
	address:        Headquarters
	address:        Telecom House
	address:        Nsawam Road
	address:        Accra-North Ghana
	address:        Accra
	address:        Ghana
	e-mail:         abuse.gh@vodafone.com
	phone:          +233302200200
	source:         AFRINIC # Filtered

Mit der Analyse des Mailheader kann also verglichen werden, ob der vom Mailschreiber bislang angegebene Aufenthaltsort tatsächlich richtig ist. Viele Scammer geben an in den USA oder UK zu sein, aber die Mails kommen aus Ghana, Nigeria, Senegal oder sonst woher.

Scammer aus Russland und der Ukraine benutzen gerne einen Mailclient mit dem hübschen Namen TheBat!. Dieser Mailclient, leider nur als Windowsversion verfügbar, ist ein sehr gutes Programm, jedoch hat es auch die Eigenschaft die Herkunfts-ID manipulieren zu können. Das erleichtert den Scammern das Verschleiern von Mails, um eben die Herkunft nicht direkt preiszugeben.

Wer sich mit der Analyse des Mailheaders nicht beschäftigen kann oder will, der sollte sich getrost an die Fachleute im Antiscam-Forum wenden. Die haben das notwendige Wissen und den notwendigen Drive, um sich mit dieser Materie professionell zu beschäftigen.

Frage: Was sind das für Bilder, die mir der Scammer zugemailt hat?

Die Partnersuche im Internet läuft so gesehen ausschließlich über die Optik. Wenn man auf einer Datingseite ist, dann schaut man sich die Profile der jeweiligen Nutzer an. Als erstes sticht immer ein Profilbild ins Auge, erst dann lesen wir uns die Profilangaben durch. Das dürfte zu 85 % immer so sein. Der Scammer benutzt für seine Aktionen oftmals geklaute Bilder oder drängt andere Personen entsprechende Bilder von sich machen zu lassen. Die Scammer sind skrupellos. Die abgebildeten Personen haben mit den Profilusern nichts zu tun.

Oftmals benutzen Scammer auch Bilder von gutaussehenden Modeln, Pornosternchen oder anderen prominenten Leuten. An dieser Bilder kommt man leicht im Internet ran. Der Mailempfänger kommt dann ganz leicht in die Sitution die abgebildete Person mit dem Scam in Verbindung zu bringen. Und das ist eigentlich nicht richtig. Aber so tickt der Mensch halt eben. Hinter hübschen Frauen, die auf den Bildern zu sehen sind, verbergen sich oftmals Männer oder gar ganze Organisationen. Frauen spielen da eine untergeordnete Rolle, wobei es bestimmt auch weibliche Scammer gibt.


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Zögere bei Verdacht nicht, sondern mache Dich schlau. Prävention ist wie immer der bessere Weg.