Discovering Scam and Spam

Der allgemeine Blog von Hurtiger

Sicherheitswahn den keiner braucht

Der regelmäßige Irrsinn der Mailprovider
Posted at — Sep 25, 2019

Ich hatte mich schon über die Art und Weise von Google ausgiebig ausgekotzt, wie diese mit den Mailkonten der User umgehen bzw. mit meinen Mailkonten und welcher Hype betrieben wird. Als gäbe es nichts wichtigeres.

Alle naselang werden meine Mailkonten gesperrt bzw. mit kritischen Sicherheitsmeldungen belegt. Dieses gilt aber in ähnlicher lästiger Weise auch für meine Mailkonten bei Yahoo, Outlook und Yandex.

Nun gab es für mich wieder einen Grund mich aufzuregen, denn aus heiterem Himmel erhielt ich zu einem Konto wieder eine kritische Sicherheitsmeldung. Und zwar deswegen, weil ich u.a. dieses besagte Mailkonto über Fetchmail abholen lasse, um dann mit meinem Mailclient Kmail bzw. Evolution die Mail weiter verarbeiten zu können. Im Sinne der Paranoia von Google (und der anderen Mailprovider) ist Fetchmail eine unsichere App und wird daher gerne mal, so wie morgens dem Admin die Haare vom Kopf stehen, mit kritischen Sicherheitsmeldungen belegt. Es geht tagelang gut, dann kommt wieder diese Meldung.

Anmeldeversuch verhindert

Sobald ich diese Meldung dann abgearbeitet habe, was lästig und zeitaufwendig genug ist, ergibt sich in einem Postfach folgendes Bild:

Googles Mails im Sinne der Sicherheit

Nicht nur ich bzw. das betroffene Mailkonto erhält eine Mail von Google, sondern eben auch die hinterlegte Mailadresse für die Wiederherstellung des Mailaccounts. Bislang habe ich nur auf Grund von Google verursachte Situationen davon Gebrauch machen müssen. Leider habe ich die Vorgänge nicht gezählt, aber es sind mittlerweile mehrere Hundert über die Jahre. Nicht ein einziges Mal wurden meine Accounts tatsächlich von außerhalb angegriffen. Die von Google angezeigten Orte bzw. Herkünfte der Aktionen an/in meinen Konten waren immer auf mich zu beziehen.

Ich verstehe überhaupt nicht, warum Google und die anderen Mailprovider so einen Hype machen. Gegen die Blödheit der User, die ihre Mailkonten schlampig führen, ist kein Kraut gewachsen. Diese Idioten kann man nicht erziehen. Wenn die Mailprovider nicht wollen, dass die vernünftigen User ihre Mails über Mailclient organisieren, sollten sie die Funktionen und Zugänge sperren und nur den Mailversand über die Weboberfläche zulassen. Das wird aber auch nicht gemacht. Aus gutem Grund, denn dann würden viele Mailaccounts sterben.

Die Spamprävention bei vielen Mailprovidern ist eine Farce in meinen Augen. Bei meinem Hauptprovider gehen einige Mails nicht raus, weil das Spamrisiko sehr hoch eingestuft wird. Eine Unterscheidung zwischen normalen Mails und tatsächlichem Spam kann gar nicht vorgenommen werden. Es wird einfach pauschal irgendetwas gemacht und der User hat das Nachsehen.

Selbst die Sicherheitswarnungsmails von Google landen bei meinen Googleaccounts teilweise im Spamordner. Somit identifiziert sich Google selber als Spamschleuder. Das kann doch echt nicht war sein!

Und nochmal:

Die Mailprovidern werben damit, dass man sein Mailkonto von überall auf der Welt benutzen kann. Egal wo man ist. Wenn man das tatsächlich macht, kommt immer wieder eine solche Mail:

Anmeldung von einem neuen Gerät

Wie schön, dass Google so besorgt ist. In meinen Augen ist das komplett hohlköpfig und absolut lästig. Und wie gesagt: Den schlampigen Usern kommt man damit nicht bei, man verprellt nur die, die verantwortungsbewusst mit ihrem Mailaccount umgehen.

Leider benötige ich für meine Arbeit und Tätigkeit als Scamhunter Mailaccounts. Wenn es geht bei vielen Mailprovidern. Auch das lässt sich nicht umsetzen. MexMail hat mich nach zwei Tagen gelöscht, obwohl ich nur 4 oder 5 Mails selber versendet hatte. Demnach wird ausspioniert, was in den Mails enthalten ist. Auch mit diesen Maßnahmen werden die Mailprovider der Spamflut nicht Herr werden. Dafür müssten sie sich kümmern und etwas Geld in die Hand nehmen. Oh, Mist! 🙂